Was für ein Jahr! „2012 – das Jahr der verheerenden Brände“, so betitelt eine Krefelder Zeitung ihren Jahresrückblick. Drei Großbrände hielten die Feuerwehr Krefeld und uns auf Trab. Im Februar kam es zu einem Brand in einem Keller eines Mehrfamilienhauses an der Kölner Straße. Besonders schwierig wurde dieser Einsatz, da die Temperatur während der Nacht unter minus zehn Grad gesunken war. Der Keller, sowie die angrenzende Tiefgarage wurden mit der Unterstützung der Berufsfeuerwehr Düsseldorf mit Schaum geflutet. Wir besetzten zunächst die Hauptwache, mit den Kameraden der FF Traar. Während der Besetzung erhielten wir drei weitere kleine Einsätze. Gegen 6:30 Uhr lösten wir die Kollegen aus Düsseldorf für Nachlöscharbeiten ab.

Zu Beginn der Sommerferien am 9. Juli, brach in der Holzhandlung Roeren an der Mevissenstraße der zweite Großbrand aus. Innerhalb kürzester Zeit stand die komplette Firma in Vollbrand. Über 200 Feuerwehrkräfte, auch aus den umliegenden Gemeinden wurden eingesetzt. Die große Rauchwolke konnte man einige Kilometer weit von Krefeld aus sehen. Zum ersten Mal wurde NRW-Alarm für Krefeld ausgelöst. Wir verhinderten mit den Kollegen von der Feuerwehr Traar ein Übergreiffen der Flammen auf den benachbarten REAL-Supermarkt. Nur fast drei Monate später, in den Morgenstunden des 25. September kam es zur größten Brandkatastrophe seit Jahrzehnten in Krefeld. Beim Düngemittelhersteller Compo, im Krefelder Hafen kam es in der Abfüllstation und Lager zu einem Brand. Gegen sieben Uhr gingen die ersten Anrufe bei der Leitstelle ein. Bereits während der Anfahrt, wurde die Alarmstufe erhöht. Um 7:45 wurden alle FF-Einheiten alarmiert. An diesem Tag wurde zum zweiten Mal NRW-Alarm ausgelöst. Die Holzhalle mit der Abfüllung, so wie das Lager standen schnell im Vollbrand und drohte auf eine weitere Halle überzugreifen. Aus dem ganzen Umland kamen Einheiten und Spezialfahrzeuge für die Brandbekämpfung. Zwischendurch lieferten die zwei Löschboote und vier HSF-Systeme über 30.000 Liter Wasser in der Minute. Mit der Feuerwehr Fischeln und einige Kameraden von Gellep-Stratum bestand unsere Aufgabe, das Übergreifen auf eine weitere Halle zu verhindern. Erst nach drei Tagen rückten die letzten Fahrzeuge ein. Über 1000 Einsatzkräfte waren an den vier Tagen eingebunden.
Insgesamt wurden wir zu 73 Einsätze alarmiert. Alles war wieder dabei 39 Brandeinsätze, 15 Technische Hilfeleistungen, 17 Wachbesetzungen und sogar einen Rettungsdiensteinsatz. Die Zeit zwischen der Alarmierung und dem Ausrücken des ersten Fahrzeugs liegt bei nur 3 Minuten. Dies ist durch die gute Lage der neuen Wache möglich.
Um auf die unterschiedlichen Einsätze vorbereitetet zu sein, fanden auch 2012 regelmäßige Übungsabende statt. Besonders intensiv wurde die Standard-Einsatz-Regel geübt. Auch Gemeinschaftsübungen mit der Bahnfeuerwehr und der Berufsfeuerwehr gehörten dazu.
Neben Einsätzen und Übungen vielen auch in diesem Jahr einige Sonderdienste wie das „Oppumer Osterfeuer“, „St. Martinszüge“, „Reinigungsdienste“ und „Sirenenproben“ an.
Die fast 6800 Stunden der Freiwillige Feuerwehr Oppum leisteten wir Ehrenamtlich und ohne finanziellen Ausgleich.
Die Freude anderen Menschen zu helfen werden wir, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Oppum, uns auch 2013 nicht nehmen lassen, auch wenn wir bei den „Sylvester Einsätzen“ während der Einsatzfahrten mit Böllern beworfen wurden.

Hier findet Ihr den kompletten Jahresbericht 2012