Nach Feuerwehr, THW und DLRG sind jetzt auch Helfer des Deutschen Rotes Kreuzes im Hochwassergebiet eingesetzt.

Krefeld. Die etwa 50 Helfer der Krefelder Feuerwehr, die Sonntagfrüh mit weiteren Einsatzkräften umliegender Niederrhein-Feuerwehren nach Magdeburg ausgerückt sind, haben ihren ersten Großeinsatz bewältigt. Ein vom Hochwasser bedrohtes Umspannwerk wurde mit Sandsäcken in Sicherheit gebracht. Dabei waren auch andere Feuerwehr-Bereitschaften aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf im Einsatz.

Ein Ausfall des Umspannwerks hätte zur Folge gehabt, dass auch etliche Pumpen im Magdeburger Untergrund die Wassermassen nicht mehr hätten wegpumpen können. Auch die Helfer des Krefelder THW waren kurzzeitig zu dem Umspannwerk beordert worden, mussten dort aber nicht mehr tätig werden. Sie kontrollierten dafür die Standfestigkeit eines Deiches, der teilweise durch Sandsäcke verstärkt worden war. Die Krefelder Feuerwehr unterstützt mit ihrem Einsatzleitwagen und Führungskräften zudem die Einsatzleitung vor Ort.

Seit Sonntag ist auch das Deutsche Rote Kreuz Krefeld mit elf Helfern und Kreisgeschäftsführer Bernd Pache im Krisengebiet rund um Magdeburg im Einsatz. Die Gruppe wurde gestern in einem Bereich eingesetzt, in dem ein Damm gebrochen war.

Mitgenommen haben die DRK-Helfer einen Lkw voller Lebensmittel und 50 Feldbetten. Acht Betreuungskräfte versorgen derzeit in einer Turnhalle mehr als 400 Einsatzkräfte mit Lebensmitteln und kümmern sich um die Infrastruktur wie Strom und Wasser in der Unterkunft. Bislang ist geplant, dass die Krefelder DRK-Kräfte drei Tage in Magdeburg bleiben.