In Schutzanzüge konnten Kinder beim Tag der offenen Türe der Feuerwehr Oppum schlüpfen.Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihren 35. Geburtstag.

Krefeld-Oppum. Einmal mit Blaulicht und Tatü-Tata durch den Ort fahren. Am Tag der offenen Tür erfüllte die Freiwillige Feuerwehr Oppum vielen Kindern diesen Traum. In kurzen Zeitabständen ging es mit einem Löschfahrzeug durch Oppum. "Die Fahrt war toll", meinte Tanja mit großen Augen. Überhaupt hatten Kinder viele Möglichkeiten zum Anfassen und Mitmachen. Auch selber an der Spritze stehen macht Spaß.

Genau wie das Anprobieren von Schutzanzügen, selbst wenn sie noch nicht passen. "Wir haben keine Nachwuchsprobleme", stellte Hauptbrandmeister Ulrich Ditzen als verantwortlicher Löschgruppenführer deshalb zufrieden fest. So gibt es neben 30 Erwachsenen noch acht Jugendliche in der Jugend-Feuerwehr. Zusammen leisten sie 6000 Stunden im Jahr, um Menschen in Not zu helfen, und zwar ehrenamtlich.

Zur Unterstützung der Wehrleute wurde ein Förderverein gegründet

In Oppum und an den Grenzen zu Bockum, Linn und Stadtmitte unterstützen sie die Berufsfeuerwehr. Entweder im gemeinsamen Einsatz oder als Wachbesetzung.

Auch den Erwachsenen wurde beim Tag der offenen Türe einiges geboten, nicht nur für das leibliche Wohl. Alle Fahrzeuge waren offen, in Schauübungen der Aktiven und der Jugenfeuerwehr wurde Hilfe in Ernstfall demonstriert. Das alles kostet nicht nur persönliches Engagement, sondern auch Geld. Zur finanziellen Unterstützung der Feuerwehr wurde deshalb im Mai ein Förderverein gegründet, der gern noch neue Mitglieder aufnimmt. Die Gemeinnützigkeit wurde bereits beantragt.

Wenn alles wunschgemäß verläuft, war es der letzte Tag der offenen Tür an der Kuhleshütte. Geplant ist der Umzug zur Heinrich-Mallina-Straße. Das dortige Grundstück bietet Platz für vier Großfahrzeuge und natürlich für alle sonst benötigten Räumlichkeiten wie getrennte Umkleideräume.

Das Geld dafür kommt aus dem Konjunkturpaket. Was noch aussteht, ist eine Gesetzesäänderung, für den Einsatz von Bundesmitteln für kommunale Zwecke. Nach Ansicht der Oppumer spricht alles für einen positiven Ausgang des Verfahrens, so dass bald gebaut werden kann.